Russische Horrorfilme, die deine Aufmerksamkeit verdienen

From Russia with love

Russische Horrorfilme, die deine Aufmerksamkeit verdienen

 

Da ich mittlerweile mehrfach gefragt wurde, ob es sehenswerte Horrorfilme made in Russia gebe, ist heute, denke ich, der Tag, an dem ich Rede und Antwort stehen muss.

Ja, Leute, diese Filme gibt es. Doch leider kommen sie so selten vor, dass ihre Anzahl beinahe als inexistent zu betrachten wäre.

Das Spektakulärste, das die russische Kinoindustrie hierzu zu bieten hat, ist ohne Zweifel das Epik-Duo Wächter der Nacht (2004) /Wächter des Tages (2006) – beides Verfilmungen der gleichnamigen Romanteile der berühmten Pentalogie von Sergei Lukjanenko.

Im Großen und Ganzen geht es in den Filmen um das aus dem Lot geratene Gleichgewicht zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit. Die Hüter des Lichts heißen demnach Wächter der Nacht und die Gegenseite nennt man Wächter des Tages. Zu den Aufgaben der jeweiligen Seite gehört es, die Taten des Opponenten zu überwachen und zu protokollieren, damit kein Ungleichgewicht entsteht. Über allem herrscht die Inquisition, deren Mitglieder zu gleichen Teilen aus den Dunklen und Lichten bestehen.

Was nach einem typischen Fantasy-Epos klingt, birgt massenweise Gruselpotenzial: Vampire, Hexen und dunkle Zauberer treiben in diesem Film-Duo ihr Unwesen.

Die technische Ausführung des Streifens muss sich keineswegs vor Hollywood-Vergleichen fürchten. Der Film hält sämtlichen hohen Ansprüchen stand.

Schauspielerisch befindet sich alles auf einem ebenfalls hohen Niveau.

Für mich die perfekte Unterhaltung mit Suchtpotenzial.

 

Etwas gechillter und nachdenklicher geht es im Film Upyr (1997) zu.

Hier findet man keine krassen Action-Szenen, dafür aber eine feine Regiearbeit mit viel Gefühl und eine solide schauspielerische Leistung.

Es ist eine beinahe klassische Van-Hellsing-Geschichte, die so völlig ohne Spezialeffekte auskommt. Der Grusel findet nur in den Köpfen der Zuschauer statt.

Auf Deutsch findet man ihn leider nicht, dafür aber auf Englisch und Russisch.

Sehr empfehlenswert.

 

 

Devil’s Pass (2013) ist eine Found-Footage-Story über eine abenteuerlustige Studentengruppe, die ins russische Uralgebirge reist, um dort den mysteriösen Vorkommnissen aus dem Jahre 1959, infolgedessen eine erfahrene Touristengruppe ums Leben kam, nachzugehen.

Es wird mäßig spannend und leicht vorhersehbar, jedoch sehenswert.

In einer gemeinsamen Arbeit haben russische, US-amerikanische und britische Produzenten mit Devil’s Pass ein ziemlich ansehnliches Projekt auf die Beine gestellt, das nicht unbedingt brilliert, aber wenigstens unterhält.

Summa summarum: ein netter Zeitvertreib.

In einem der früheren Beiträge habe ich den Streifen Forbidden Empire erwähnt, der ebenso durchaus zu empfehlen wäre.

 

Hiermit bin ich mit meinem Latein am Ende und wünsche mir sehnlichst, mehr gute russische Horrorfilme erleben zu dürfen, über die man schreiben könnte.

 

 

 

 

 

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