Musikvideos, die ganz schön Horror sind

Kleine Kunstwerke des Horrors

Musikvideos, die ganz schön Horror sind

 

 

Manche Musikvideos stellen regelrechte kleine Kunstwerke des Horrors dar. Nicht selten muss man beim Zuschauen zugeben, dass sie sich als intensiver und bildgewaltiger erweisen als manch ein vollwertiger Gruselstreifen.

Hier habe ich für euch ein paar Prachtexemplare zusammengetragen.

The Chemical Brothers – Sometimes I feel so deserted

Wer den musikalischen Werdegang von The Chemical Brothers verfolgt, weiß, dass sie sich in ihren Musikvideos immer wieder dem Schauergenre widmen.

Mit einem für die Bandverhältnisse elanschwachen Track haben Tom Rowlands und Ed Simons es geschafft, ihren Fans eine überaus ansprechende visuelle Mahlzeit zu servieren. Dieses Video kann kein Horrorherz unberührt lassen.

Ebenso wenig kann man die Gruselqualitäten des Videoclips zu ihrer Komposition Believe ignorieren. Ich persönlich bekomme beim Hinsehen stets ein mulmiges Gefühl.

 

Der britische Songwriter und Rapper Naughty Boy hat uns im Jahre 2013 begleitend zu seiner Single Lalala ein wunderbar ergreifendes Horror-Mystery-Video, das auf einer alten bolivianischen Geschichte aus den 40ern basiert, geliefert. Nicht zuletzt erinnert mich die Szenerie an Frank Baums „Der Zauberer von Oz“.

Bei Interesse könnt ihr über die Handlung der Story hier nachlesen.

Dem deutschen Rapper Casper gelingt es mit seinem Videoclip zum Song Lang lebe der Tod uns eine gehörige Portion Grusel zu verpassen. In einer schwarzweißen Bildapokalypse wird dem Zuschauer ein beengendes Gefühl der Hilflosigkeit und Abscheu vermittelt: Liebe, Verfolgung, Finsternis, Gore – all das beinhaltet dieses kleine Meisterwerk des Grauens.

Die Symbiose von Text und Bildern ist gewaltig und geht einem direkt unter die Haut.

 

Etwas entspannter geht es im Video des französischen Synthie-Projekts Carpenter Brut Le Perv. Es ist sehr Eightees und sehr Lucio Fulci. Ich liebe, feiere es und empfehle es jedem Horrorfan.

Wer sich gern in die Sci-Fi-Horrorecke begibt, sollte sich unbedingt ein anderes Video von Carpenter Brut anschauen. Und zwar das zum Song Turbo Killer.

Aufwändig, fulminant, liebevoll, einzigartig – das sind die Worte, die mir zu diesem Kunstwerk einfallen. Die Macher des Videos wollen unbedingt einen Schritt weitergehen und aus Turbo Killer einen vollwertigen Filmstreifen kreieren. Diese Idee gehört meiner Meinung nach unterstütz und darf nicht an der Knappheit der finanziellen Ressourcen scheitern.

Schaut bitte rein und helft, wenn ihr könnt.

Nun schreiten wir zu einem älteren Video aus dem Jahr 1999. Mit Brighter than the Sun hat die schwedische Band Tiamat einen musikalischen sowie visuellen Meilenstein erschaffen.

Man behauptet, ein Lied, in dem sich baby auf maybe rheimt, könne nichts Gutes verheißen. In Bezug auf Brighter than the Sun scheint die Aussage nicht zu stimmen. Heute wie damals bekomme ich Gänsehaut von der im Video herrschenden subtil-dramatischen Düsterkeit. Any colour you like as long as it’s black.

Zu guter Letzt möchte ich die wundervoll gruselige Animation zum Song Threnody der griechischen Metal-Band Rotting Christ erwähnen. Hierbei handelt es sich um die Visualisierung des Todesmysteriums und des altgriechischen Mythos von Charon, der die Seelen der Verstorbenen über den mystischen Fluss Styx ins Jenseits transportiert.

 

 

 

2 thoughts on “Musikvideos, die ganz schön Horror sind

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.