Musik in Gruselfilmen und Horrorserien

Spiel mir das Lied vom Tod

Musik in Gruselfilmen und Horrorserien

 

Musik begleitet uns ständig und überall. Sie ist ein wunderbarer Stimmungsmacher, Emotionenindikator, Spannungsableiter oder auch ein Mittel zur Selbsterforschung. In Filmen und Serien spielt Musik eine kolossale Rolle: Sie gibt ihnen Wiedererkennungswert, macht sie zum Kult, lässt den Zuschauer tiefer fühlen. Ohne Musik wären Filmstücke tot wie eine Philharmonie ohne Orchester.

Für Horrorfilme ist eine spannungsgeladene, geheimnisvolle, düstere Stimmung von enormer Wichtigkeit. Hierbei dient die Musik einer intensiveren Wahrnehmung.

Sprechen wir über den Soundtrack zum Film „Sleepy Hollow“ von Danny Elfman.

Ohne diese Komposition wäre der Streifen doch nur halb so gut, nicht wahr? Auch wenn man die Musik auf einer CD hört, kann man die Szenen aus dem Film förmlich vor seinem geistigen Auge sehen, weil die Symbiose zwischen Bild und Ton derlei perfekt gelungen ist.

Meines Erachtens eindeutig einer der besten Soundtracks im Horrorgenre.

Für „Vampire Hunter D: Bloodlust“ hat Marco D’Ambrosio mit seinem „Vampyra Missa“ ein höchstpathetisches Meisterwerk erschaffen, das so stimmungsvoll daherkommt, dass man die Präsenz von D, Baron Meier und Carmilla fast schon physisch spüren kann.

Und, fühlt ihr euch bereits ein wenig vampirhaft?

Der Soundtrack zum Film „28 Days Later“ ist weit weniger opulent. Er hört sich sehr irdisch an, fast meditativ, was ein klarer Gegensatz zur Filmatmosphäre ist, sie jedoch somit umso deutlicher unterstreicht. Diese Komposition ist ein modernes, emotionales Werk, das seinesgleichen noch sucht. Ich liebe es, Leute! Herr John Murphy hat hier eine überragende Arbeit geliefert.

In der zweiten Episode der ersten Staffel von „The Walking Dead“ hört man einen Song von Black Strobe „I’m a man“ – eine Mischung aus Gothic und Country – der ebenso überraschend wie effektvoll klingt. Erinnert ihr euch an die letzte Szene, in der Glenn mit einem angeschalteten Alarm im Auto seiner Träume aus der Zombiestadt fährt?

War das nicht ein herrliches Gefühl, ihm dabei zuzusehen? Mit ihm mitzufahren? Wäre das Gefühl dasselbe gewesen, wenn andere Musik das Geschehen begleitet hätte? Ich glaube nicht.

Und wenn wir schon über TWD sprechen, wäre es eine absolute Unverschämtheit, den OST der Serie nicht zu erwähnen. Hitverdächtiger Wiedererkennungswert. 1A-Arbeit.

Ein Soundtrack, der mir persönlich auch sehr am Herzen liegt, heißt „Barrow Burns“ und ist im Film „30 Days of Night“ zu hören. Hier, hört mal rein:

Klingt ganz schön bedrohlich, nicht wahr? Passt prima zum Film, zu dieser kalten Mordlust, die Vampire mit sich in die kleine Stadt Barrow mitbringen. „The bloody fruits of Barrow“ ist auch sehr intensiv. Elektrisch. Abgeklärt. Gefährlich.

Dead can Dance haben mit ihrer Komposition „Host of Seraphim“ Unglaubliches geschafft. Und zwar machten sie die ohnehin verstörende Endzeit-Stimmung im Film „Der Nebel“ noch verstörender. Wer da nicht mitheult, hat kein Herz.

Was für ein Lied, was für ein Film, was für eine Mischung! Mein persönlicher Favorit.

Der Track „Frogbass“ von Snails begleitet die geniale Dance-Perfomance von Hedwig in „Split“. Geile Musik, geile Moves, Megastreifen!

Na, schön abgetanzt?

Erwähnenswert ist nicht zuletzt die Musik aus der Serie „Stranger Things“.

Sehr easy, sehr Achtziger. Passt gut in die Szenerie und ist auch außerhalb der Serie genießbar.

Bevor ich euch gehen lasse, möchte ich nur noch ein paar weitere Soundtracks auflisten, die einem tief unter die Haut gehen.

OST aus „Bram Stoker’s Dracula“ ist eine Perfektion und braucht keine Beschreibungen:

„Promise“ aus „Silent Hill“ könnte ein wundervolles Gutenacht- oder Weihnachtslied abgeben:

„Mad World“ von Gary Jules ist die Seele von „Donnie Darko“. Zauberhaft und melancholisch verschmelzt der Song mit dem Film und kehrt somit das Innerste nach außen.

Viel Spaß beim Hören, liebe Horrorfreaks!

Eure Schauerfee

 

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