Horrorfilme mit religiöser Komponente

Horror und Glaube

Horrorfilme mit religiöser Komponente

 

Was gläubige Christen von Horrorfilmen halten, ist altbekannt und darf auch gerne so im Raum stehenbleiben. Dies lässt die Vorliebe der Filmemacher zu biblischen Thematiken dennoch nicht weniger werden. Die Bibel ist ja auch wahrhaftig eine beispielhafte Ansammlung von Schauergeschichten!

Ja, Horror und Religion passen perfekt zusammen.

Was braucht man, um einen guten Horrorstreifen zu produzieren? In erster Linie eine Atmosphäre der Angst (davor strotzt die Bibel förmlich), die bei Zuschauern auf Anhieb Spannung erzeugt. Wie wäre es mit einer Exorzismus-Szene wie in „Constantine“? Ein wunderbarer Einstieg in eine Welt voller Dämonen und verräterischer Erzengel! Wenn der Exorzist dabei auch noch so unverschämt gut aussieht wie Keanu Reeves und eine gewisse Coolness ausstrahlt, wirkt das Ganze noch viel intensiver.

Und das Allerschönste daran ist, dass Dämonenaustreibung nicht der kranken Fantasie eines Horrorfreaks entsprungen ist, sondern etwas darstellt, was in vielen Religionen tatsächlich praktiziert wird (Das Neue Testament setzt die Existenz der Dämonen sogar voraus). Wer ist hier eigentlich der Freak?

Eine Gegenüberstellung von Gut und Böse darf in einem anständigen Horrorfilm auch nicht fehlen. In „Das Omen“ scheint es den Filmemachern perfekt gelungen zu sein, diesen ewigen Kampf auf eine unglaublich gefühlvolle, fast schon poetische Weise darzustellen. Der Antichrist, das Böse selbst, gedeiht in der Gestalt eines kleinen Kindes – göttliche Unschuld trifft auf Verdorbenheit. Was für eine Kombi! Und wie sympathisch das Unchristliche dadurch wird! Am Ende des Filmes hat man doch fast schon Angst, dass Damien nicht überleben könnte…

Das Übernatürliche ist sowie in der Bibel als auch im Horrorgenre fest verwurzelt.

Im Film „Die neun Pforten“ zeigt uns Roman Polanski auf eine subtile, unaufdringliche Art, wie das Unmögliche auf einmal in die Realität eindringt und die Grenze zwischen unserer Welt und dem Jenseits unsichtbar macht. Ein von Luzifer persönlich verfasstes Buch wird zum Objekt der Begierde – ein Werk, das einem das Tor zur Hölle öffnen soll.

Es gibt auch noch weitere überragende Beispiele für Horrorstreifen, die eine religiöse Komponente enthalten. Darunter „Im Auftrag des Teufels“, „Rosemaries Baby“, „God’s Army“, „Der Exorzist“, „Carrie“, Das Ritual“. Sie alle zeigen uns, dass das Aufpassen im Religionsunterricht sehr lohnenswert sein kann.

Was sagt ihr dazu?

 

 

 

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