Horrorfilme mit Meerjungfrauen

Stille Wasser

Horrorfilme mit Meerjungfrauen

 

Immer wieder verarbeiten Horrorfilmmachen in ihren Werken solche kryptisch-fantastische Wesen wie Vampire, Werwölfe, Hexen oder Dämonen. Warum gibt es aber nur so wenige Horrorstreifen, die sich mit der Meerjungfrauenthematik auseinandersetzen? Warum machen Regisseure um diese gleichermaßen zauberhaften und gefährlichen Kreaturen einen großen Bogen?

Ja, Horrorfilme mit Meerjungfrauen lassen sich beinahe an zwei Händen abzählen. Noch seltener sind die, die wenigstens ein bisschen Qualität mitbringen.

Darunter Horror-Musical The Lure (2015). Diese extravagante polnische Kreation gehört zu der Sorte Filme, die man entweder liebt oder hasst. Da gibt es kein Mittelding.

Im Film geht es um zwei Meerjungfrauen, die ihr natürliches Umfeld verlassen, um in einem Nachtclub in einer Band zu singen und als Stripperinnen zu performen. Ähnlich wie in Andersens „Die kleine Meerjungfrau“ entwickelt sich zwischen einer der Meerjungfrauen und einem Rock-Sänger eine Liebesgeschichte. Die Dame gibt ihre zauberhafte Stimme ab, um mit ihrem Traumtyp als eine Normalsterbliche zusammen sein zu können. Doch die Sache läuft schief und schon sehr bald gibt es Tote und Verletzte.

Nymph (2014) ist ein leider etwas holpriger Monster-Teenie-Slasher, der um einiges morbider und furchteinflößender hätte sein können, nichtsdestotrotz aber eine nette Unterhaltung bietet. Vorausgesetzt man hegt keine große Hoffnung.

Eine Gruppe junger Urlauber will auf eine abgelegene Festungsinsel im Adriatischen Meer. Ein alter Seemann versucht vergebens, sie davon abzubringen. Diese Warnung wird natürlich ignoriert.

Schon bald nach der Ankunft bemerken junge Leute, dass auf der Insel etwas nicht stimmt: Sie entdecken die Spuren von Folterungen und menschliche Überreste.

Der Seemann, der der Gruppe gefolgt ist, erzählt ihnen, dass unter der Festung eine alte bösartige Kreatur lebt, die eine Vorliebe für Menschenfleisch hat. Diese Kreatur entpuppt sich als eine gefährlich schöne Meerjungfrau. Die Jagd beginnt.

She Creature – Der Todesengel aus der Tiefe (2001) ist nur eine TV-Produktion, die überraschend gut abschneidet.

Es ist 1900. Lilly und Angus Shaw, Ein Schausteller-Paar, schlägt sich mit einem geringen Erfolg von einer Kirmes zu der anderen. Lilly stellt sich als während ihrer Show als eine echte Meerjungfrau dar. Ein Mann namens Mr. Woolrich besucht diese Show, um sich von der Echtheit der Kuriosität selbst zu überzeugen. Er wird enttäusch, kommt mit dem Pärchen jedoch ins Gespräch.

Es stellt sich heraus, dass Mr. Woolrich im Besitz einer echten Meerjungfrau ist, die er in einem Aquarium festhält.

Angus bietet Woolrich, ihm die Kreatur zu verkaufen, was dieser ablehnt. In der Nacht bricht Angus in Woolrichs Haus ein, um die Meerjungfrau zu stehlen und sie nach Amerika zu schaffen, wo er beabsichtigt, eine Freakshow zu betreiben und damit berühmt zu werden.

Und in der Tat gelingt es ihm, die Meerjungfrau zu bekommen und sie später auf ein Schiff zu schmuggeln.

Die Reise nach Amerika wird zu einem düsteren, blutigen Unterfangen.

Mermaid in a Manhole (1988) ist ein Teil der berühmt-berüchtigten Guinea-Pig-Reihe und meines Erachtens auch der einzig empfehlenswerte. Es ist ein Have-it-or-hate-it-Film, der auf einer interessanten Idee basiert und beinahe als Kunst durchgeht.

Ein Künstler, der seine verstorbene Frau betrauert, findet in der Kanalisation Okanawas eine verwundete Meerjungfrau. Er nimmt sie mit nach Hause und legt sie in seine Badewanne. Er portraitiert sie und benutz dafür statt Farbe ihre Wundsekrete. Der Zustand der Meerjungfrau verschlechtert sich Tag für Tag und schon bald stirbt sie.

Der Künstler zerlegt ihren Körper, doch als plötzlich die Polizei ankommt, wird klar, dass er die ganze Zeit seine eigene Frau gemalt hat und es auch ihre Leiche ist, die in der Badewanne liegt.

 

 

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