Horrorfilme, in denen das Böse siegt

Unhappy Endings

 Horrorfilme, in denen das Böse siegt

ACHTUNG: SPOILER!!!

Es sind die letzten Minuten eines Horrorstreifens: Das Monstrum wurde besiegt, der Protagonist spaziert taumelnd aus dem Spukhaus, der Film endet, die Lichter gehen an und wir atmen mit Erleichterung auf – der Schrecken ist vorbei!

Schön wäre es.

Manchmal ist das Böse schlicht zu listig und zäh, um von einem Durchschnittssterblichen einfach so – mir nichts, dir nichts – für immer verbannt zu werden.

 

Wie z. B. in Das Omen.

Worum geht‘s?

Frau des US-amerikanischen Botschafters in Rom bringt ein Baby zur Welt. Das Baby stirbt unmittelbar nach der Geburt und wird insgeheim durch ein anderes, lebendiges, ausgetauscht. Doch schon bald wird klar, was für ein fataler Fehler dieser Tausch gewesen ist.

Wie es endet:

Nachdem der Vater des Jungen erfährt, sein Sohn sei die Verkörperung des Antichristen, versucht er, ihn zu ermorden. Es kommt zu einer verstörenden Szene, während deren Vater den Jungen in eine Kirche schleppt, um ihn dort mit geweihten Dolchen zu erstechen und die Welt somit von seiner Präsenz zu erlösen. Hierbei ziehe ich den Hut vor dem Regisseur Richard Donner, der diesen Vorgang derlei dramatisch umsetzt, dass man trotz der Gewissheit über das wahre Wesen des Jungen nicht will, dass ihm etwas zustößt.

Und dann kommt ja schon die Polizei; Vater wird erschossen und das Böse setzt seinen Weg zur Weltherrschaft lächelnd fort.

Was ist daran so toll?

Das Tolle ist, dass das Dunkle in Gestalt von einem kleinen Kind derlei sympathisch und unschuldig wirkt, dass man das Finale eher als Happy End empfindet. Auf so einen süßen Fratz kann man aber auch wirklich nicht böse sein.

Aus dem Film "Das Omen"

Im Film Ring erweist sich das Übel als nicht weniger hartnäckig.

Worum geht‘s?

Im Umfeld der jungen Journalistin Rachel Keller geistert eine mysteriöse Videokassette herum. Derjenige, der sie sich anschaut, erhält einen kryptischen Anruf mit der Ansage: „Sieben Tage.“ Und siehe da: in nur sieben Tagen ist derjenige auch schon tot. Sehr tot sogar. Als Rachel erfährt, dass ich Sohn – ein seltsamer, blasser Bursche namens Aiden – sich das Video auch einverleibt hat, sucht sie nach dem Weg, seinen sicheren Tod abzuwenden.

Wie es endet:

Es stellt sich heraus, dass, wenn man das Video kopiert und jemand anderen schauen lässt, stirbt man selbst nicht. Der Fluch wird jedoch weitergegeben.

Was ist daran so toll?

Auf der einen Seite empfindet man am Ende des Films Erleichterung darüber, dass weder der Mutter, noch dem Kind etwas Schlimmes geschah, auf der anderen Seite steht jedoch fest, dass das Böse nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben worden ist.

Ein sehr feiner Twist!

Aus dem Film "Ring"

 

Ein unheimlich eindrucksvolles Ende erlebt man im Film Sinister.

Worum geht‘s?

Familie Oswalt bezieht in ihr neues Zuhause. Warum sie das Haus zu einem derlei günstigen Preis bekommen, liegt daran, dass seine früheren Bewohner dort aufs Übelste niedergemetzelt worden sind. Der Vater der Familie, der den Beruf eines Schriftstellers ausübt, ist der einzige, der über die Geschichte des Hauses Bescheid weiß. Diese nutzt er, um Recherchen anzustellen und mit dem erlangten Wissen möglicherweise einen Bestseller zu schreiben.

Auf dem Dachboden findet er Filmaufnahmen, in denen zu sehen ist, wie unterschiedliche Familien auf grausame Weisen umgebracht werden. Jeweils bis auf eins der Kinder. Hier und wieder taucht in den Aufnahmen eine mysteriöse Gestalt auf. Alles deutet darauf hin, dass Übernatürliches im Spiel ist.

Wie es endet:

Nachdem Familienvater begreift, dass düstere Mächte am Werk sind, verbrennt er die Filme und flieht mit seinen Angehörigen in ihr altes Haus zurück. Beim späteren Telefonat mit einem Polizeibeamten, der ihm vorher mit der Recherche geholfen hat, erfährt er, dass jede der ermordeten Familien zuvor in einem Haus gelebt hat, in der vor ihnen eine der anderen Familien ermordet wurde und nun auch er und seine Familie von einem dieser Häuser umgezogen sind. Familienvater nimmt einen Schluck Kaffee und wird ohnmächtig.

Als er wieder zu sich kommt, findet er sich selbst, seine Frau und seinen Sohn gefesselt auf dem Boden vor. Seine Tochter filmt sie dabei, holt dann eine Axt hervor, schlachtet alle ab und wird von der besagten Gestalt mitgenommen.

Was ist daran so toll?

Wenn Kinder morden, ist es schon unheimlich genug. Umso grässlicher ist es, wenn sie ihre Familienangehörige morden. Ein haarsträubendes Schock-Ende, das einem noch lange nachläuft.

Aus dem Film "Sinister"

 

Im Streifen Excision wird uns klar gezeigt, dass der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert ist.

Worum geht’s?

Hochintelligente Außenseiterin Pauline ist ein Problemkind. Sie ist nicht imstande, sich an das sogenannte normale Leben anzupassen und hadert mit ihren Mitschülern, Eltern und sich selbst. Ihre jüngere Schwester Grace ist die einzige Person, die sie zu akzeptieren scheint. Doch Grace leidet an Mukoviszidose und brauch eine Lungentransplantation, was das Dasein aller Familienmitglieder nicht einfacher macht.

Pauline wird von blutigen Sexfantasien heimgesucht und weist ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Periode auf.

Wie es endet:

Pauline zeigt ein reges Interesse für Medizin und will später Ärztin werden. Da sie ihrer Schwester helfen will, um somit die Liebe ihrer Eltern zurückzugewinnen, kidnappt sie ein Nachbarsmädchen, um Grace ihre Lunge zu verpflanzen. Pauline betäubt Grace und schafft sie in die Garage, wo sich das andere Mädchen bereits befindet. Sie schneidet die Leiber beider Mädchen auf und beginnt mit der Transplantation.

Paulines Mutter erscheint und wird Zeugin des Geschehens. Stolz präsentiert Pauline ihr ihre Arbeit. Alles Endet.

Was ist daran so toll?

Naja, es ist schlicht tragisch vom Anfang bis zum Finale. Ganz besonders deswegen, weil Pauline im Grunde etwas Gutes tun will, den Kampf gegen die inneren Dämonen jedoch verliert.

Aus dem Film "Excision"

Die Filmreihe A Nightmare on Elm Street ist das perfekte Beispiel dafür, dass das Böse niemals schläft.

Worum geht es?

Nach seinem gewaltigen Tod verfolgt der rachsüchtige Geist des Kindermörders Fred Krueger die Nachkommen seiner Peiniger in ihren Träumen.

Wie es endet:

Es gibt kein Ende. Freddy hört nie auf, zu töten.

Was ist daran so toll?

Alles. Es gibt kaum bessere Horrorstreifen.

Aus dem Film "A Nightmare on Elm Street - Dream Warriors"

 

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