Horrorfilme, die dringend Remakes brauchen

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Horrorfilme, die dringend Remakes brauchen

 

In den letzten Wochen beschäftige ich mich vermehrt mit Remakes und Fortsetzungen: nicht nur für den Blog, sondern auch privat. Beim Recherchieren ist mir aufgefallen, dass es massenweise Horrorfilme gibt, die ohne jeden Zweifel eine Neuverfilmung nötig haben. Meistens liegt es daran, dass der eine oder andere Streifen eine überaus interessante Story zu bieten hat, die Umsetzung aber leider hinterherhumpelt.

Anaconda (1997) zum Beispiel müsste mal auf Hochglanz poliert werden. Warum? Weil die Charaktere viel zu flach rüberkommen, die Atmosphäre spannender sein könnte und die Schlangen selbst realistischer. Was allerdings auf gar keinen Fall passieren darf, ist ein seelenloses Remake a lá Godzilla von Roland Emerich, denn es gehört eindeutig nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, während eines Horrorstreifens zu schlafen. Genial fände ich übrigens, wenn J. Lo in einem potenziellen Remake die Rolle von Terry wiederaufnähme.

Dann gäbe es noch eine ganze Reihe Stephen-King-Verfilmungen, die nur darauf warten, neu konstruiert zu werden. Darunter Needful Things, Cujo, Brennen muss Salem, Kinder des Zorns und Langoliers (Bitte nicht damit anfangen, dass es eine TV-Produktion sei!). Mein Fan-Herz blutet jedes Mal, wenn ich mir diese absurden Inszenierungen ansehe. Wie kann man derlei wunderbare literarischen Vorlagen so dermaßen verunstalten?

Ich bin untröstlich und insistiere auf Remakes!

Das Haus der Vergessenen (1991) von Wes Craven gehört einerseits zu meinen Lieblingsfilmen, weil ich die Idee dahinter liebe und das Schauspielerduo Wendy Robie/Everett McGill zum Abknutschen finde. Und dennoch sehne ich mir die moderne Optik herbei sowie etwas weniger Gore. Bemerkenswert ist, dass Wes Craven seinerzeit auch selbst davon gesprochen hat, Das Haus der Vergessenen aus der Schublade zu kramen und neu zu verfilmen. Dabei erwähnte er, sein Baby weniger satirisch, dafür aber düsterer gestalten zu wollen.

Ein weiterer Film, in dem es um ein ungutes Haus geht, und welcher rundum erneuert und verbessert werden könnte, heißt Das Geisterschloss (1999). Hier handelt es sich um die Verfilmung von Spuk in Hill House – eines Romans von Shirley Jackson, die, wie ich finde, die Stimmung, die im Roman herrscht, nicht einmal ansatzweise wiedergibt. Was dabei genau schiefgelaufen ist, vermag ich nicht zu urteilen, die Szenerie wirkt jedoch amateurhaft und alles andere als gruselig. Da nützen sogar Catherine Zeta-Jones und Liam Neeson rein gar nichts.

In dem folgenden Remake bedürftigen Streifen geht es ebenso um Geister, die ihr Unwesen am Bord eines herrenlos herumtreibenden Schiffs treiben. Ghost Ship (2002) wirkt wie eine Hommage auf Stephen Kings Shining, verfehlt jedoch seine Wirkung, indem er langatmig daherkommt. Die Idee des Films gefällt mir gut, durch ein wenig mehr Dynamik würde Ghost Ship aber mit Sicherheit profitieren. Daher hoffe ich auf ein Remake.

Event Horizon (1997) ist meiner Meinung nach auch einer dieser Streifen, die eine wunderbare Story sowie hervorragende Schauspieler liefern, es jedoch nicht schaffen, den Zuschauer von heute mit modernen Spezialeffekten zu ködern und somit leider nur als eine nette Rarität aus den Neunzigern gelten. Zu schade um den Film.

 

 

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