Horror und Metal

Horror und Metal

 

Horror und Metal, Metal und Horror – diese zwei Komponenten begleiten mich auf meinem Lebensweg seit über zwei Jahrzehnten. Für mich sind sie unzertrennlich. Vielleich keine Zwillinge, aber ein rebellisches Geschwisterpaar, das eine sehr innige Beziehung zueinander pflegt.

Dass viele Metal-Bands sich vom Horrorgenre nähren, ihre Inspirationen dort finden, ist altbekannt. In ihren Kompositionen thematisieren Metaller mit Vorliebe das Übernatürliche, das Okkulte, die Grausamkeiten des Alltags. Aber auch nicht zuletzt werden die Werke verschiedener Horrorautoren zitiert oder neu verarbeitet.

Dazu ein paar Beispiele.

Die deutsche Metal-Band Nocte Obducta hat im Jahre 2000 ein sehr atmosphärisches Musikstück unter dem Titel „Die Ratten im Gemäuer“ herausgebracht, das sich (logischerweise!) auf die gleichnamige Kurzgeschichte Lovecrafts bezieht.

Cradle of Filth aus Großbritannien schöpften mehrfach ihre Textideen aus den Werken von Bram Stoker oder Lovecraft (Lovesick for Mina, Cthulu Dawn). Das Gleiche gilt für Morbid Angel (Blessed are the Sick, Formulas fatal to the Flesh), The Vision Bleak (Kutulu, Secrecies in Darkness, Carpathia), Celtic Frost, Nile oder Septicflesh.

Stephen Kings Geschichten sind an Metalheads auch nicht spurlos vorbeigekommen. Wie beispielweise „Tommyknockers“ von Blind Guardian oder „Terror Train“ von Demons and Wizards.

Auch vor Gore und Splatter machen Metal-Bands wie Destruction, Cannibal Corpse oder Six Feet Under keinen Halt.

Die in Metal-Texten mit am häufigsten benutzten Worte sind dark, black, night, fighting, burn, sorrow, scream, alone, cold, Hell, death oder die, die natürlich alle in einem Horrorroman nicht fehlen dürfen.

Eine ganz besondere Aufmerksamkeit verdienen Cover-Artworks im Metal-Bereich, die nur so vor Düsterheit und Grusel strotzen. Die Paradebeispiele dafür stellt die Kunst von Seth Siro Anton oder Joachim Luetke dar.

Doch nicht nur die Metal-Szene lässt sich von Horrorindustrie inspirieren. Auch Filmemacher schrecken nicht davor zurück, einige visuelle Merkmale des Metals sich zu eigen zu machen.

Die für Black-Metal-Bands typische Corpsepaint-Bemalung wurde im Film „Sinister“ perfekt aufgegriffen. Das Gleiche mit „Der Babadook“.

In „Pay the Ghost“ mit Nicolas Cage kann ein aufmerksamer Zuschauer sogar das Konzertplakat von Behemoth an einer Steinsäule entdecken.

Und ganz nebenbei angemerkt: Metal-Horror-Fans sind trotz der ganzen düsteren Kulisse die nettesten Menschen, die man sich überhaupt vorstellen kann!

 

2 thoughts on “Horror und Metal

  1. Da heb ich dir mal recht. Metalfans sind die nettesten Freunde, die man sich wünschen kann.

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