Horror-Fortsetzungen und -filmreihen, die die Welt nicht braucht

Wer braucht denn so was?

Horror-Fortsetzungen und -filmreihen, die die Welt nicht braucht

 

Etliche Kult-Horrorfilme bekommen aufgrund ihres Erfolges Sequels, einige von denen schlicht zu grottig sind, um eine Daseinsberechtigung zu besitzen. Manchmal ist es besser, einen guten Film in stolzer Einsamkeit verweilen zu lassen, anstatt sich Fortsetzungen auszudenken, die nie und niemals die Qualitäten des Originals erreichen werden.

Wie viele „Saw“-Teile gibt es mittlerweile? Und wie viele „Final Destinations“? Wer braucht sie eigentlich? „The Purge“, „Scream“ sogar der nichtsaussagende „Ouija“ bekommt eine Fortsetzung… Entschuldigung, im Falle von „Ouija“ ist das ein Prequel, was die Sache dennoch nicht besser erscheinen lässt.

30 Days of Night gehört zu meinen absoluten Favoriten des Genres. Im Jahre 2010 bekommt der Streifen aber unerwartet Gesellschaft. Mit 30 Days of Night: Dark Days erschaffen Ben Ketai und Steve Niles eine seelenlose Inszenierung der auf Rache sinnenden Stella, die den Angriff auf Barrow als einzige überlebt, und nun die Jagd auf Vampire macht. Die Tatsache, dass Melissa George, die die Rolle von Stella im Originalfilm übernommen hat, mit der Fortsetzung scheinbar nichts zu tun haben will, schreckt die Macher jedoch kein Bisschen ab. Die neue Stella hat mit der alten ebenso wenig zu tun wie ich mit der Erforschung der Gravitationswellen. Wenn ich für die Filme Punkte vergeben würde, fiele die Bewertung von 30 Days of Night: Dark Days in den Minusbereich.

Mit Donnie Darko gelingt es Richard Kelly ein Meisterwerk des guten Geschmacks und der Sensibilität zustande zu bringen. Warum in aller Welt dieser Film einen Nachfolger gebraucht haben sollte, ist mir ein Rätsel. Allerdings bekommt der Zuschauer mit S.Darko einen Einblick ins Leben von Donnies kleiner Schwester Samantha, der leider nichts außer Langeweile zu bieten hat.

Friedhof der Kuscheltiere II stellt die Fortsetzung der gleichnamigen Verfilmung des ebenso gleichnamigen Romans von Stephen King dar. Und was soll ich sagen? Wer sie noch nicht gesehen hat, soll es bitte tun, um sich selbst von der Misere ein Bild zu machen. Schlimmer geht’s nimmer!

Ich halte nicht viel von den Verfilmungen die Videospiele. Silent Hill ist für mich eine der wenigen Ausnahmen. Zumindest der erste Film. Mit Silent Hill: Revelation 3D greift Michael J. Bassett aber so dermaßen daneben, dass es schon peinlich wirkt. Die Handlung verläuft stellenweise ins Absurde hinein, alles wirkt an den Ohren herbeigezogen, die Schauspieler machen einen ungelenken Eindruck, die Spannung fehlt so gut wie gänzlich. Keine Menschenseele braucht dieses Sequel!

Der Streifen Blair Witch Project hat mir seinerzeit eine gute Portion Grusel verpasst. Dieser Film besticht durch seine Einfachheit und Atmosphäre. Sein Nachfolger Blair Witch 2 entpuppt sich jedoch als kaum mehr als eine Ladung Langeweile. Die-Hard-Fans der Filmreihe werden mich womöglich lynchen wollen, doch Blair Witch 2 ist und bleibt ein gewolltes aber misslungenes Geschwisterchen des großen Originals.

One thought on “Horror-Fortsetzungen und -filmreihen, die die Welt nicht braucht

  1. Blair Witch 2 fand ich sogar einigermaßen unterhaltsam. Aber der Streifen kann definitiv nicht ansatzweise mit dem ersten Teil mithalten.

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