Es kommt so anders, als man denkt

Unerwartete Änderungen rund um den Grusel

Es kommt so anders, als man denkt

 

Alles auf der Welt befindet sich im steten Wandel und nicht immer gelingt es uns, das Angestrebte so umzusetzen, wie gedacht: ob zum Guten oder zum Bösen. So ist es auch in der Kinoindustrie.

Neulich habe ich erfahren, dass der Comedy-Klassiker Die Maske mit Jim Carrey hätte ursprünglich als ein Horrorfilm in die Kinos kommen müssen.

Der Film, der auf der gleichnamigen Comicreihe basiert, wurde von New Line Cinema als eine Antwort auf den Erfolg von A Nightmare on Elm Street geplant und der liebenswerte Stanley Ipkiss hätte darin ein gnadenloser Mörder hinter der magischen Maske werden sollen.

Diese Vorstellung gefällt mir, um ehrlich zu sein. Schade, dass daraus nichts geworden ist, obwohl ich den Streifen auch so mag, wie er ist.

Auch die relativ aktuelle Komödie Pixels hätte ursprünglich viel düsterer und bedrohlicher daherkommen müssen. Gar von einem richtigen Horrorfilm war die Rede. Was daraus geworden ist, wissen wir alle: Ein unterdurchschnittlicher Film mit flachem Humor, in dem keine Szene zu der anderen passt. Da wäre man lieber doch bei Horror geblieben.

Spielbergs Kultfilm E.T. – Der Außerirdische wäre um ein Haar zu einem Invasion-Horror geworden.

Nach dem unglaublichen Erfolg seines Unheimliche Begegnung der dritten Art hat Spielberg vor, einen weiteren Alien-Film zu kreieren. Diesmal jedoch um einiges düsterer und brutaler. Als Vorlage dazu beabsichtigt er, eine angeblich wahre Geschichte einer amerikanischen Farmer-Familie, die nach eigenen Angaben von einer Gruppe Außerirdischen terrorisiert worden sei, zu verarbeiten.

Etwas später bestellt Spielberg ein Skript unter dem Namen Night Skies von einem befreundeten Regisseur John Sayles. In diesem behandelt Sayles eine ähnliche Geschichte. Aliens, die darin vorkommen, sind in der Lage, Menschen mit einer einzigen Berührung ihrer langen, knochigen Finger zu töten. Unter anderem soll dort ein freundliches Alien vorkommen, das sich sogar mit einem autistischen Erdling-Jungen anfreundet.

Doch als Night Skies in die Vorproduktion kommt, entscheidet sich Spielberg plötzlich für ein neues Konzept und bittet Sayles, das Skript zu überarbeiten und die Story etwas lebensbejahender zu gestalten. Es soll nun viel mehr um die Hoffnung und Freundschaft gehen als um die Zerstörung und Krieg. Sayles weigert sich und zieht sein Skript zurück. Spielberg beauftragt Drehbuchautorin Melissa Mathison.

E.T. entsteht.

Die Idee für den Teenie-Kult Final Destination sollte anfangs in eine der „Akte X“-Episoden hineinfließen. Dazu kam es jedoch nicht und sie wurde zu einem eigenständigen Film verarbeitet. Sehr erfolgreich, muss man betonen.

Äußerst interessant entwickelte sich die Entstehungsstory von Predator. Zu jener Zeit geisterte in Hollywood ein Witz über Rocky Balboa, der all seine irdischen Opponenten eliminiert habe und nun darauf angewiesen sei, gegen Aliens zu kämpfen.

Drehbuchautoren Jim und John Thomas nahmen diesen Witz jedoch überaus ernst und schrieben kurzerhand ein Skript für Predator.

Durch dich Tatsache, dass der Produzent Joe Silver, der vorher bereits an Das Phantom-Kommando gearbeitet hat, in das Projekt involviert war, wurde die Hauptrolle dann Arnold Schwarzenegger statt Silvester Stallone angeboten.

Im Kostüm des Predators steckte anfänglich Jean-Claude van Damme. Da seine Körpergröße aber „nur“ 177cm betrug und Predator somit im Vergleich zu Schwarzenegger und weiteren Schauspielern schlicht nicht groß genug aussah, erstetze man van Damme durch Kevin Peter Hall.

Hocus Pocus wurde zu Beginn seiner Entstehungsgeschichte als ein Horrorfilm gedacht. Sogar Steven Spielberg selbst war daran interessiert, den Streifen zu drehen. Doch nachdem es mitbekam, dass Walt Disney Pictures am Projekt beteiligt war, zog er sich zurück und der Film wurde so, wie man ihn heute kennt.

Womöglich hätten wir die Grande Dame des Horrors Ellen Ripley (Sigourney Weaver) nie in Alien erleben dürfen, wenn Ridley Scott bei seiner ersten Idee, die Hauptrolle mit einem männlichen Schauspieler zu besetzen, geblieben wäre.

Und es ist meiner Meinung nach eine der klügsten Entscheidungen, die in der Geschichte des Horrorfilms je getroffen wurden.

 

 

 

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