Die besten King-Verfilmungen

Des Königs Werk

Die besten King-Verfilmungen

 

Einer meiner Leser hat kürzlich seinen Unmut in Bezug auf einen meiner Beiträge geäußert. Seiner Meinung nach habe ich meine Leserschaft unfair behandelt, in dem ich ihr drei schlechte King-Filme verglichen mit 3 guten Nicht-King-Filmen (obwohl das nur 2 waren) vor die Nase gesetzt habe. Sollte sich jemand dadurch ungerecht behandelt gefühlt haben, erflehe ich seine/ihre Verzeihung und schreibe heute über die meines Erachtens besten Filmadaptionen, die dem ertragreichen Boden des kingschen Werks entsprungen sind.

Am besten teile ich folgende Streifen in zwei Kategorie auf:

1 Filme mit übernatürlichen Komponente

2 Filme, die nichts Übernatürliches an sich haben

Zu der Kategorie 1 zählen für mich

  • Zimmer 1408

Weil der Film sehr feinfühlig ist, was nicht der Spannung zulasten fällt, und, weil ich John Cusack und Samuel L. Jackson für ein sehr gelungenes Duo halte. In diesem Streifen ist Stephen Kings Erzählstil nicht verloren gegangen, sowie seine Art, das Erschreckende im Alltäglichen zu sehen.

  • Puls

Die schlechten Kritiken, die der Film erhalten hat, sehe ich als unberechtigt. Er ist vielleicht weniger dynamisch als übliche Zombieschocker, hat jedoch etwas rührend Melancholisches an sich, was die Charaktere dem Zuschauer näherbringt. Die Phoner fand ich sehr furchteinflößend und nicht zuletzt darf die sozialpolitische Message des Films nicht übersehen werden: Unsere Zivilisation ist brüchig – kaum mehr als ein schöner Schein.

  • Der Nebel

Zu diesem Film habe ich mich im Rahmen dieses Blogs bereits etliche Male geäußert. Er ist toll, egal, von welcher Seite man ihn betrachtet.

  • Hearts in Atlantis

Ein nostalgischer Film, der auch diejenigen, die die 60-er selbst nie erlebt haben, in eine Art Sehnsucht nach dem Unbekannten versetzt. Die Beziehung zwischen Bobby und Ted wird unglaublich herzbewegend dargestellt. Da wünscht man sich, man hätte selbst so einen Erwachsenen in seiner Kindheit kennengelernt, nicht wahr?

Jetzt zu der Kategorie 2.

  • Der Musterschüler

Ist ein meiner Meinung nach sehr oft zu Unrecht unerwähnter King-Film. Durch eine überragende schauspielerische Leistung gezeichnet, lässt der Streifen uns den Atem anhalten. Es ist eine Geschichte ohne den Protagonisten, eine Geschichte des Bösen.

  • Dolan’s Cadillac

Hat mich persönlich ziemlich fertiggemacht. Der Bösewicht, gespielt von Christian Slater, ist es wert, gesehen zu werden.

  • Dolores

Ein sentimentaler, anrührender Thriller mir der großartigen Kathy Bates in der Hauptrolle. Was will man mehr?

  • Misery

Ohne Worte. Der Film ist eine Instanz für jeden King-Fan.

  • Running Man

Nicht schlagen, okay? Ich weiß, dass viele den Film nicht mögen, weil er nicht viel von der Ursprungsstory erahnen lässt. Ich mag ihn aber sehr gerne abgesehen von allem. Es ist eine tolle Unterhaltung mit dem typischen Eighties-Charme.

  • Die Verurteilten

Ein Meisterwerk von Frank Darabont. Besetzt mit hochkarätigen Schauspielern wie Tim Robbins oder Morgan Freeman, perfekt inszeniert, versetzt der Film einem einen Hieb in die Magengrube. Schallende Ungerechtigkeit prallt hier mit aller Gewalt auf den Lebensmut des Protagonisten. Ein großartiger Streifen, der einen nicht kalt lässt und zum Nachdenken animiert.

 

Was sind eure Favoriten?

 

 

 

5 thoughts on “Die besten King-Verfilmungen

  1. Ich nehme an, du meinst mich mit dem Leser, der seinen Unmut äußert.
    Daher will ich das nur fix klarstellen, wie meine Kritik gemeint war: ich habe mich nicht unfair behandelt gefühlt und für den Rest der Leserschaft kann ich schon gar nicht sprechen, ich fand den Artikel einfach nicht gut.
    „Unfair“, wenn man mal bei dem Begriff bleiben will, wurden höchstens die vielen guten Literaturverfilmungen behandelt, die nicht erwähnt wurden, weil 4 von 6 Spots an Stephen King gingen, weswegen nicht nur die Auswahl klein, sondern schon der Titel irreführend war.
    Da macht dieser Artikel hier weitaus mehr Sinn. Weiter so!

  2. Also ich finde Desperation noch erwähnenswert.
    Ron Perlman als böser Cop war einfach gut gespielt.
    Ebenfalls Stand By Me. Eine tiefgehede Geschichte.
    Carrie finde ich alle beide Filme klasse.
    Der erste weil er doch näher am Buch ist.
    Die Neuverfilmung einfach aus dem Grund weil er modernisiert wurde und zeigt wie hilflos man heutzutage in der Welt des www ist, wenn Mobbing stattfindet.
    Riding the Bullet finde ich sehr bewegend aufgezogen und schaue ihn immer wieder gerne.
    Und Nightflyer finde ich ebenfalls zu wenig geschätzt.
    Klasse sind auch noch Christine umgesetzt von John Carpenter der für damalige Zeiten ein echt böses Auto hinbekommen hat.
    Und Last but Not least. Von George A. Romero. Stark- The Dark Half. Fand das Buch schon klasse und den Film auch gut umgesetzt.
    Man kann die Liste noch ewig weiterführen mit Manchmal kommen sie wieder und vielen anderen.
    Ich persönlich finde auch Kinder des Zorns klasse.
    Man darf halt nie bei Filmen darauf hoffen dass ein Buch zu 100% umgesetzt wird. Und Bücher sind immer besser weil man in seinem eigenen Kopfkino Sachen vorstellt die dann im Film nie dieser Fantasie entsprechen.
    Im Film bekommt man nämlich endgültige Bilder vorgesetzt.

    1. „Stark“ fand ich nicht so cool. Sieht ziemlich blass aus, verglichen mit dem Roman.

      Aber Ron Perlman passt in die Rolle von Collie Entragian wie die Faust aufs Auge. Ihn hätte ich mir nicht besser ausmalen können.

      Warum hat bisher niemand die Idee, „Regulator“ zu verfilmen? Dort hätte man Perlman erneut klasse einsetzen können.

  3. Ich schreibe jetzt mal „Shining“ von Kubrick und gehe in Deckung. 😀

    Ok, mal etwas ernsthafter: den „Running Man“ mochte ich schon immer gerne, obwohl ich den lange gar nicht als King-Verfilmung auf dem Schirm hatte sondern als Schwarzenegger-Action aus der Zeit, als der Mann in Höchstform war und einen Spitzenfilm nach dem anderen rausgehauen hat („Terminator“, „Predator“, „Total Recall“, da war der jugendliche Alex begeistert und ist sogar ein paar Mal im Fitness-Studio gewesen…). Danach das Buch zu lesen war sehr interessant, weil das Spiel dort völlig anders abläuft. Ich denke, dass man daraus u. U. sogar wenn man halbwegs werktreu bleiben würde einen rasanten und spektakulären Film machen könnte.

    „Der Musterschüler“ ist große Klasse! Gandalf als Nazi-Opa, das weckt Erinnerungen an McKellen als „Richard III.“

    Sehr lovecraftianisch und irgendwie nett gemacht ist auch dieser kleine Animationsfilm (um den auf DVD zu haben habe ich irgendwann ne Menge Kohle in eine Luxusausgabe von „Just after Sunset“ investiert): https://www.youtube.com/watch?v=i454o7ijabI

    1. Du willst mich doch nur reizen, Herr Jäger! 😛 Haha!

      Ich würde mich total freuen, wenn es eine Neuverfilmung von „Running Man“ gäbe. Diesmal buchgetreu.

      Jepp, Gandalf kann sie alle mimen!

      Mit dem Link beschäftige ich mich heute Abend.

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