Demnächst im Kino

Düstere Filmpremieren

Demnächst im Kino

 

Dieses Jahr fiebere ich zwei Filmpremieren mit einer Ungeduld, die nur einem Die-Hard-Fan bekannt vorkäme, entgegen.

Es ist einfach überwältigend, zu wissen, dass ganze zwei düstere Meisterwerke der Literatur (beide mit einer ganz besonderen Bedeutung für mich) schon bald im Kino zu bestaunen sein werden. Besser noch: Sie stammen beide aus der Feder meines absoluten Lieblingsschriftstellers, Stephen King.

Ihr habt es bereits erraten! Es geht um die Erstverfilmung von „Der Dunkle Turm“ und um das Remake von „Es“.

Diesbezüglich gäbe es zwei Fragen zu klären:

  • Was weiß man bisher über die Streifen?
  • Was sind meine Erwartungen an die Filme?

Ich fange mit „Der Dunkle Turm“ an.

Als eine äußerst pedantische King-Leserin erhoffe ich mir natürlich in erster Linie einen möglichst originalnahen Handlungsablauf, der mir, all dem, was bisher bekannt gegeben wurde, zufolge, höchstwahrscheinlich vorenthalten bleiben wird.

Mich persönlich hat es eine ungeheure Überwindung gekostet, die Tatsache, dass diese von mir langersehnte Filmadaption, allem Anschein nach ein eigenes, vom Buch strak abweichendes Leben entwickeln soll, zu akzeptieren. Dennoch freue ich mich auf die Umsetzung. Und allem voran auf Idris Elba, der zwar mit Roland Deschain aus dem Buch wenig gemein hat, nichtsdestotrotz aber zu meinen Lieblingsschauspielern gehört.

Dass der Film irgendwo in der Mitte der Story beginnen soll und nicht am Anfang, finde ich gewagt, weil der allererste Satz, mit dem der Zyklus beginnt („Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm.“), einen der stärksten Einstiegssätze in der Literatur darstellt, bei King-Fans einen Kultstatus genießt und auf Anhieb den richtigen Nerv trifft.

Sollte der Filmanfang ohne den richtigen Anfang den Machern dennoch gutgelingen, würde ich meinen imaginären Hut vor ihnen ziehen.

Was noch? Ach ja, Jake Chambers, gespielt von einem bisher unbekannten jungen Schauspieler Tom Taylor. Ich finde, dass der Junge in diese Rolle rein Äußerlich wie die Faust aufs Auge passt und jene jugendliche Schutzlosigkeit, gepaart mit Mut und Willen, verkörpert.

Und on Top noch Matthew Macconaughey in der Rolle des dunklen Zauberers, Randall Flagg, als mein ganz persönliches Highlight! Besser hätte man die Rolle nicht besetzen können. Hier erwarte ich eine schauspielerische Leistung in Höchstform, denn einen Bösewicht gut zu spielen, eine ganz besondere Form der Kunst darstellt.

Ich wünsche mir selbst und allen Der-Dunkle-Turm-Zyklus-Fans ab dem 10.08.2017 eine spannende Unterhaltung und einen nahtlosen Übergang in die Welt des letzten Revolvermanns.

Lange Tage und angenehme Nächte.

Und nun beschäftigen wir uns mit dem „Es“-Remake (Teil 1), das ab dem 21.09.2017 in den deutschen Kinos zu sehen sein wird.

Nebenbei angemerkt, gehöre ich zu denjenigen, die die Erstverfilmung von „Es“ aus dem Jahre 1990 nicht ausstehen können. Umso größer ist somit meine Vorfreude auf die kommende Filmadaption.

Zurück zum Wesentlichen.

Nach all dem, was ich in den letzten Jahren über den Streifen erfahren habe, kann ich nur eines sagen: Es wird der Knaller, Leute! Darauf verwette ich meine schönsten Schuhe!

Die Auswahl der Schauspieler ist meines Erachtens perfekt. Ich habe den Klub der Verlierer auf Anhieb ins Herz geschlossen und werde mich mit ihnen voller Aufregung ins Abenteuer stürzen.

Am allermeisten gefällt mir aber Finn Wolfhard (Stranger Things, Supernatural, The 100) in der Rolle von Richie Tozier.

Zu der Romanfigur Richie pflege ich eine zutiefst innige Beziehung. Er ist mein Lieblingsverlierer, dessen Klappe schneller und größer ist, als es ihm guttut. Äußerlich habe ich ihn mir genauso vorgestellt, wie nun von Finn Wolfhard verkörpert. Piep-piep, Richie!

Die aktuelle Darstellung von Pennywise ist furchterregend. Da kann Tim Curry leider nicht im Geringsten mithalten. Von so einem Clown möchte ich in einem nächtlichen Park nicht überrascht werden.

Die Stadt Derry, in der die Handlung sich abspielt, wurde von den Filmemachern wundervoll authentisch und mit viel Liebe in Szene gesetzt. Ich kann es kaum erwarten, einen Spaziergang durch ihre Straßen zu unternehmen.

Summa summarum: Eine buchnahe Verfilmung mit viel Liebe zum Detail, tollen Spezialeffekten und sehr gut ausgesuchten Schauspielern.

13 thoughts on “Demnächst im Kino

  1. Hallo Schauerfee,

    nunn auch hier meinen Senf: Sehe es eigentlich ähnlich wie Hans von Wirth, was die Turm-Verfilmung angeht. Man sollte versuchen, sich halbwegs von den Büchern zu lösen. Die Idee, wie sie es umsetzen wollen ist auf den ersten Blick genial, gibt es das Ende von Band 7 einfach her. Das Problem mit der Besetzung ist einfach das, dass King in Band 3 entweder im Vorwort oder im Buch selbst auf Clint Eastwood als Referenz für den Gunslinger verweist. Somit ist auf den ersten Blick Elba vollkommen fehlbesetzt. Sehe ich ihn jedoch in den Trailern, dann spielt er Roland als wäre er es wirklich – also Top. Über Matthew McCanaughey braucht man kein Wort verlieren, Bestbesetzung.
    Falls ich es dir noch nicht gesagt habe, ich habe aktuell (und über den Film hinaus) das Projekt Dark Tower. Falls du Interesse hast, schau mal vorbei.
    https://lesenmachtgluecklich.wordpress.com/projekt-dark-tower/
    https://www.facebook.com/groups/1904584013160931/

    Auf Es bin ich einfach nur gespannt. Der Trailer zeigt ja schonmal eine Richtung auf, die mir grundsätzlich besser gefällt als die TV-Verfilmung. Hier darf man gespannt sein, wie hart sie das umsetzen. Aktuell lese ich das Buch zum ersten Mal und freue mich auf den Film.

    Liebe Grüße
    Marc

  2. Hi Schauerfee. Schöner Blog. Bin ich durch Zufall drauf gestoßen. Deine Meinung zu den bevorstehenden Filmen „Dark Tower“ und „It“ kann ich teilen. Idris Elba als Roland finde ich für Hollywoodverhältnisse schon revolutionär. Was ich da schon an Aufregung gelesen habe. Es ist schon geil, wie tief der Rassismus bei einigen immer noch sitzt. Wenn nicht explizit geschrieben wird, dass es sich um einen „Neger“ oder „Farbigen“ handelt, haben sie automatisch einen Weißen im Kopf. Und wenn dann Idris Elba plötzlich den Gunslinger gibt … Auch freue ich mich mehr darauf, dass der Film sich durch die Bücher lediglich „nur“ inspirieren lässt. Ein Versuch, es werkgetreu zu verfilmen, wäre bei dem Mammutding in meinen Augen von vornherein zum Scheitern verurteilt. So besteht die Chance, dass es ein eigenstädig gutes Werk wird.
    „It“. Ich mochte die erste Verfilmung, weil ich Tim Curry liebe. Bin halt mit der „Rocky Horror Picture Show“ aufgewachsen.:-) Aber was ich von der neuen Verfilmung bisher gesehen habe, ist natürlich viel näher an den Bildern, die auch ich beim Lesen im Kopf hatte. Und „Es“ ist immer m. M. nach immer noch eines von Kings besten Bücher. Bin gespannt.

    Habe Deinen Blog in meine Linkliste aufgenommen und lade Dich zu einem Gegenbesuch ein. Vielleicht gefällt Dir mein Buch-Blog.

    Viele Grüße
    Anton

    1. Hey Anton!
      Vielen Dank fürs Loben. Kann ich nur so zurückgeben, denn dein Blog sieht echt gepflegt aus! Werde dich öfter besuchen.

      Weißt du, wenn ich den Schauspieler für die Rolle von Roland aussuchen könnte, hätte ich zweifelsohne Christian Bale genommen, weil, wie du schon sagtest, man durch das ganze Whitewashing Hollywoods grundsätzlich einen weißen Protagonisten im Kopf hat. Wir sind so davon geprägt, dass einem beim Nachdenken fast schon übel wird!

      Daher freue ich mich umso mehr auf Idris Elba. Der Mann ist klasse!

      Bleib im Kontakt!

      P.S.: Ein interessanter Über-Mich-Beitrag auf deiner Website!

  3. Lange Tage und angenehme Nächte.

    Ich bin WAHNSINNIG GESPANNT auf Der Dunkle Turm. Ja es ist ein Verfilmung und gleichzeitig nicht, aber genau darin liegt die Spanung, denn etwas schon bekanntes kann einen Zuschauer in meinen Augen gar nciht so packen wie etwas unerwartetes. Da es von ES schon die von dir erwähnte Verfilmung gibt werde ich die mit weniger Begeisterung sehen, wenn ich auch vermute, dass dieser Film mehr Fans in die Kinos ziehen wird hoffe ich drauf das bei DT ein gewisser Domino-Effekt eintritt, und er mehr Fans anzieen wird. Verdient wäre es, wenn man allein daran Denkt wie viele Referenzen es zu anderen King-Universen es im Film geben wird. (Shining, Brennen muss Salem, Cojo und eben ES sind mir bekannt) Es ist sozusagen Buch 9. Eine erneute „Resumption“. Ich bin fest davon überzeugt das es ein Erfolg werden kann.

    Hans

    1. Lieber Hans,

      ich danke dir für die Äußerung deiner Meinung.

      Ich wünsche mir nichts sehlicher, dass die DT-Verfilmung ein Erfolg wird und sich gegen mein Kopfkino durchsetzt.

      Warum vergeht die Zeit nur bloß so langsam?

  4. „Ich töte mit meinem Herzen.“ Ich kenne mich leider nicht mit der Romanvorlage aus, aber dieser Spruch am Ende des Trailers hat mir Gänsehaut über den Rücken gejagt.

    Was „Es“ angeht: Auch ich fand die Original-TV-Verfilmung eher lächerlich und langatmig als gruselig. Lediglich Tim Currys Antlitz als Horrorclown gibt mir jedes Mal ein sehr unwohles Gefühl. Da frage ich mich, ob der neue Clown mithalten kann, mit seinen kleinen Hasenzähnchen. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen!

  5. Nach dem Trailer warte ich lieber auf die Reaktionen von Freiwilligen, die sich die »Turm«-Verfilmung ansehen. Denn eigentlich kann es nur schiefgehen, ein derartig vielschichtiges Roman-Epos zu verfilmen.

  6. Bei „It“ habe ich durchaus Hoffnung, dass das was werden könnte. Aber „The Dark Tower“ (und ich sollte hier anmerken, dass ich die Vorlage nie gelesen habe) sieht das schon jetzt richtig übel nach langweiligem Hollywood-Blockbuster-Einheitsbrei mit viel Getöse und wenig Story aus, was einfach nur extrem schade ist. Ich fürchte wirklich, dass der nicht im geringsten den Stil von King repräsentiern wird, sondern mehr den von allen Comicverfilmungen, die uns so um die Ohren gehauen werden.

    1. Lass mal hoffen, dass du im Unrecht bist. Ich warte schon seit Jahren auf die Turm-Verfilmung und gebe jetzt mein Bestes, das Ganze nicht allzu kritisch zu betrachten.

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