10 Horrorfilme, die ich einem Nicht-Horror-Fan empfehlen würde

 

 

10 Horrorfilme, die ich Nicht-Horror-Fans empfehlen kann

 

 1) Misery (1990)

        Warum?

Weil Kathy Bates eine außerordentlich talentierte Schauspielerin ist, die in diesem Streifen ihr Bestes gibt, weil der Film nichts Übernatürliches enthält und vom Anfang bis zum Ende so schaurig-spannend ist, dass einem das Blut in den Adern gefriert.

2) Cloverfield (2008)

       Warum?

Weil der Film von J.J. Abrams (11.22.63. – Der Anschlag, Star Wars, Star Treck, Westworld) produziert wurde und das bedeutet schon etwas. Die spannungsgeladene, nervöse Atmosphäre des Films und hektische Kameraführung bescheren dem Zuschauer eine ordentliche Portion Adrenalin. Es ist zwar ein Monster im Spiel, es ist aber nicht unbedingt aufdringlich.

3) 10 Cloverfield Lane (2016)

      Warum?

Der Film spielt mit unserer Angst vor der Vernichtung der Erde durch einen Atomangriff und die Rechnung der Filmmacher geht voll auf. Ein beklemmendes Gefühl lässt einen nicht los und man macht sich unwillkürlich Gedanken über die Strukturen der Welt.

 4) Vampire Hunder D: Bloodlust (2000)

        Warum?

Diesen Streifen empfehle ich nicht nur den Menschen, die nichts mit Horror anfangen können, sondern auch denjenigen, die nichts mit Anime am Hut haben (wie ich). Hier vermischt sich Western mit einem klassischen Vampire-Movie. Eine Prise Endzeitstimmung veredelt das Ganze und bringt somit Zuschauern die Charaktere näher.  Alles in allem: ein filigranes, etwas surreales Meisterwerk mit viel Gefühl.

 5) Krabat (2008)

       Warum?

„Krabat“ ist für mich keine einfache Märchenverfilmung, denn die Krabat-Sage ist keine einfache Erzählung. „Krabat“ ist düster und mystisch und von Unheil gesegnet. Die Figuren sind perfekt durchdacht, besitzen Tiefe.

Es ist eine überaus gelungene deutsche Produktion, die leider nur als Einzelbeispiel im Raum steht. Ich finde, unsere Filmemacher könnten ruhig noch ein paar von der Sorte auf die Beine stellen.

 6) Pans Labyrinth (2006)

        Warum?

Weil Guillermo del Toro brillant ist! In dieser Verfilmung weiß man nicht, wo der echte Grusel stattfindet: in der realen Welt oder im mystischen Labyrinth. Hier prallt die harte Kriegsrealität mit aller Wucht gegen die zarte Schale der Kindheit.

Auch die fantastischen Gestalten sehen atemberaubend aus und man kommt aus dem gespannten Staunen nicht mehr raus.

 7) From Dusk till Dawn (1996)

       Warum?

Weil dieser Film eine groteske Mischung aus einem Gangsterfilm, Vampir-Schocker und Splatter darstellt, weil die Szenerie impulsiv und kompromisslos gestaltet ist, weil die Schauspieler ihren Job perfekt meistern und die Filmemacher einen tollen Sinn für Humor beweisen.

 8) Blair Witch Project (1999)

Warum?

Weil in diesem Streifen mit einfachsten Mitteln eine möglichst große Spannung erreicht wird.

9) Zimmer 1408 (2007)

Warum?

Der Film ist spannend, nicht blutig, nachdenklich, geht einem an die Substanz. Mit John Cusack ist die Rolle des Schriftstellers, Mike Enslin, wunderbar besetzt. Samuel L. Jackson gibt einen tollen Gastgeber ab.

10) Der Nebel (2007)

      Warum?

Weil Frank Darabont weiß, was er tut. Diese Inszenierung ist beängstigend. Jedoch nicht, weil insektenähnliche Monster auftauchen und Menschen fressen. Nein, diese Geschichte dringt in viel tiefere Schichten unserer Psyche ein! Sie zeigt uns erschreckend klar, wie wir selbst sein könnten, wenn die gewohnten Alltagsstrukturen nicht mehr funktionieren würden.

                    

 

                    

 

5 thoughts on “10 Horrorfilme, die ich einem Nicht-Horror-Fan empfehlen würde

  1. „Audition“ – weil er vom Schluß abgesehen als seriöses Drama durchgeht und zu meinen Lieblingsfilmen gehört.

    „Cabal“ – weil er ein fantasievolles Plädoyer für Außenseiter ist und die selbsternannten Saubermänner und Ordnungshüter als die Schlimmsten von allen entlarvt.

    1. Da hast Du vollkommen Recht. Auch das Buch ist toll. Es ist so, als würde Astrid Lindgren plötzlich Horror machen. „Let me in“ ist ein amerikanisches Remake davon und auch wundervoll gestaltet.

  2. Krabat??? Horror? Na ja, obwohl ich den Film mag, aber ist der echt dem Horror Genre unterzuordnen? Auf jedem Fall stimme ich Dir bei FROM DUSK TILL DAWN, BLAIR WITCH (der 2. Teil war nicht so gut), ZIMMER 1408 (jupp, den fand ich super), DER NEBEL… zu.
    Rosemarys Baby… danke das du ihn nicht erwähnt hast, auch wenn er angeblich zu den Klassikern im Horror-Bereich zählt… würg, ich fand ich furchtbar.
    Texas chainsaw massacre und The Hills have eye´s … seufz… Sehr amüsant waren auch: Hostel und House of Wax (das sterben der Hilton machte ihn dann doch noch gut) … 😉

    Liebe Grüße!!!

    1. Liebe Steffi,

      ich habe schon mit einer ähnlichen Reaktion auf meine Aussage über „Krabat“ gerechnet und verstehe vollkommen, dass viele diesen Film nicht als einen Horrorfilm betrachten können. Für mich ist er jedoch ein klassischer Grusel.

      Schau mal, ein Waisenknabe gelangt zu einer abgelegenen Mühle und wird vom Mühler, der keineswegs vertrauenswürdig aussieht, als Lehrling angenommen. Schnell wird klar, dass er den Platz eines anderen, seit Kurzem verstorbenen Lehrlings angenommen hatte, dessen Todesumstände äußerst mysteriös sind.

      Der Mühler selbst ist ein schwarzer Magier, der einen Pakt mit dem Tod geschlossen hatte. Aus Knochen wird Mehl hergestellt und an den „Gevatter“ abgegeben.
      Die Atmosphäre des Films ist düster, schwarze Raben fliegen hin und her, dunkle Magie ist im Spiel auch der entscheidende Kampf zwischen Gut und Böse fehlt nicht.
      Daher ordne ich den Film dem Genre des Horrors zu.

      „Rosemary’s Baby“ finde ich eigentlich ganz gut, aber nicht, wenn man jemanden davon überzeugen möchte, einen Einstieg ins Reich der Horrorfilme zu wagen.

      TCM und HHE mag ich auch nicht sonderlich. Der Letztere enthält eine sehr starke politische Message, hat mich persönlich aber trotzdem kalt gelassen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.