La fleur du mal (Fortsetzung)

 La fleur du mal (Fortsetzung)

La fleur du mal. Die Blume des Bösen.

Wer ist hier das Monster?

 

Eines Tages erinnerte er sich daran, dass seine Mutter im vergangenen Sommer Lebendfallen für Mäuse im Garten aufgestellt hatte. Sie hatten nicht viel genutzt, denn die Nager schienen schier unzählig zu sein. Früher oder später musste Daniela sich geschlagen geben und die Fallen wegschaffen. Aber wenn Henrik Glück hatte, lagen sie vielleicht immer noch im Holzschuppen, in der großen Plastiktruhe.

Nach kurzem Herumkramen fand Henrik zwei leicht eingerostete Drahtkästen, die vollkommen funktionstüchtig aussahen. Als Köder benutzte er die vom Sonntagsfrühstück übriggebliebenen Brot- und Käsereste. In der Abenddämmerung stellte er eine der beiden Fallen am Holzschuppen auf, die Andere ließ er auf der Terrasse stehen.

Daniela beobachtete sein Treiben am Wohnzimmerfenster. Ihr Herz zog sich unruhig zusammen, als sie seine Gestalt so einsam und beschäftigt hin und her wandern sah. Sie nahm an, sich stets um das Beste für ihren Sohn zu bemühen, dies vertrieb jedoch nicht die Schuldgefühle, die nachts über ihrem Bett schwirrten.

„Schatz, ich glaube, wir sollten miteinander reden“, sagte sie, als Henrik wieder hereingekommen war.

Er beschenkte sie mit einem misstrauischen Blick. „Sollen wir das, Mama?“

Die Distanz in seinen Augen ließ sie erschaudern. Warum fiel ihr das erst jetzt auf? Wo war sie bloß die ganze Zeit?

„Ich weiß, dass wir in keiner einfachen Situation stecken“, fuhr sie fort.  „Seit dein Vater uns sitzen lassen hat, muss ich – gewollt oder nicht – für zwei arbeiten, damit wir das Haus nicht verlieren. Jeden Abend komme ich hundemüde nach Hause und es kotzt mich jedes Mal an, dass ich dir nicht genügend Zuwendung schenken kann. Es tut mir leid, mein Engel.“

Henrik wurde plötzlich flau im Magen und ein Schluchzer steckte in seinem Hals wie ein harter Klumpen.

„Können wir denn das Haus nicht einfach aufgeben und in eine preiswerte Wohnung ziehen? Mir würde das nichts ausmachen“, sagte er schließlich.

Daniela schaute zu Boden. „Du willst all das aufgeben? Die frische Luft, den Garten…“

„Worauf willst du eigentlich hinaus, Mama?“

Diesmal war Danielas Magen an der Reihe, sich umzudrehen.

Wann hat er nur gelernt, so erwachsen zu klingen?“

Sie schluckte leise. „Deine Klassenlehrerin hat angerufen.“

Als Reaktion kam aus Henriks Mund nur ein gleichgültiges Ach-ja.

„Frau Lutz meint, du nehmest kaum noch am Unterricht teil, schwelgest ständig in Gedanken. Deine Noten müssen sich verschlechtert haben, Hausaufgaben fehlen ständig…“

Ein Achselzucken.

„Und das Wichtigste ist, dass du immer noch keine einzige Freundschaft in der Klasse geschlossen hast.“

„Die sind eh alle scheiße!“

Daniela musste erneut schlucken, brachte dennoch ein versöhnliches Lächeln zustande und sagte: „Schatz, ich habe mir etwas Tolles überlegt. Du weißt, dass ich erst im September Urlaub kriege. Die Vorstellung, dass du während der Sommerferien die ganze Zeit einsam zu Hause gammelst, gefällt mir aber gar nicht. Daher habe ich für dich zwei Beginnerwochen in einem Ferienlager im Süden gebucht. Dort…“ Sie brachte den Satz nicht zu Ende, weil Henrik wie gestochen von seinem Platz sprang.

„Was?“, brüllte er, „Ferienlager? Das kommt nicht infrage!“

Bei der bloßen Vorstellung, seine Blume nur einen Tag nicht sehen zu können, drohte der Kopf des Jungen zu platzen. „Ich fahre nirgendwohin, verstanden?  Auch dann nicht, wenn du mich zwingen würdest!“

„Schatz, das ist doch nur zu deinem Besten.“ Danielas Worte klangen hilflos und etwas erschrocken.

„Ich brauche keine Freunde! Und du kannst mir auch gestohlen bleiben!“

Wütend lief Henrik nach oben in sein Zimmer und warf die Tür hinter sich mit aller Wucht zu.

„Was soll ich jetzt nur tun?“, dachte seine Mutter. Trotz des großzügigen Schnitts, schien das Wohnzimmer sie zu erdrücken. „Was wird bloß aus ihm werden?“

***

Mutter und Sohn verbrachten die Nacht kummervoll. Erst in den frühen Morgenstunden gelang es Daniela endlich einzuschlafen. Henrik blieb dagegen bis zum Tagesanbruch wach.

Mit den ersten Sonnenstrahlen schlich er nach draußen, um die Fallen zu inspizieren. Zu seinem Erstaunen enthielt eine von den beiden einen Gast: Eine Feldmaus saß innen drin und labte sich unbekümmert an den letzten Käsekrümeln.

Der Junge rannte in die Küche, holte dort einen Müllbeutel, steckte die Falle samt Inhalt hinein und zog das Zugband fest. Auf Zehenspitzen huschte er dann wieder in sein Zimmer, wo er den Käfig auf den Boden seines Kleiderschranks legte. Danach stach er ein Belüftungsloch in die Tüte und ging ins Bad, um sich schulfertig zu machen.

Als Henrik die Klospülung betätigte, wurde auch Daniela wach. Etwa eine halbe Stunde später saßen die beiden wortlos am Frühstückstisch.

Die Mutter brach das Schweigen als Erste: „Warum hast du diese Fallen aufgestellt?“

Der Sohn quittierte die Frage, ohne den Blick von der Schüssel mit Cornflakes abzuwenden: „Weil ich wissen will, was sich alles im Garten herumtreibt. Vielleicht finde ich dort einen Freund.“

„Henrik, bist du in Schwierigkeiten?“

„Lass mich einfach in Frieden und tu bitte nicht so interessiert!“

Der Sohn verließ die Küche.

***

Als Henrik an jenem Nachmittag die Plastiktüte von der Mausefalle entfernte, hockte die arme Kreatur nur noch apathisch in der Ecke. Vorsichtig griff er nach ihr: Der Körper der Maus fühlte sich weich, warm und schutzlos an. Früher hätte Henrik sie mit Sicherheit als Haustier behalten wollen, jetzt allerdings nicht mehr – er hatte doch seine Blume. Er setzte die Maus in eine blaue Plastikschachtel und verschloss den Deckel. Das Tier leistete währenddessen keinerlei Widerstand, ließ alles einfach geschehen.

***

Kurz danach schob Henrik seine Glieder zwischen die ihm so wohlvertrauten Stäbe des Metallzauns. Er näherte sich der Blume, um ihren kräftigen Stängel zu berühren; glitt daran mit den Fingern hoch und runter.

Es lag etwas Erregendes in dieser Bewegung, etwas Unsittliches. Die Pflanze verströmte einen modrigen Duft, der dem ähnelte, der morgens in Henriks Mund hauste. Dies tat der Bewunderung des Jungen jedoch keinen Abbruch. Die Blume war mit Abstand das Schönste, was er in seinem Leben je vor die Augen bekommen hatte.

„Sieh, mein Liebling, was ich für dich habe“, sprach er.

Als er die Maus aus der Schachtel nahm, verflog ihre Passivität auf einmal restlos: Aus Leibeskräften wehrte sie sich gegen ihr Schicksal. Sie zappelte und quiekte und bohrte ihre Zähne in Henriks Zeigefinger, was ihn beinahe dazu brachte, die Hand aufzumachen.

Die Blume öffnete inzwischen bereitwillig ihren Schlund und offenbarte somit die wesentlich gewachsenen Stachelzähne.

Henrik warf die Maus in das Maul der Pflanze. Die insektenpanzerähnlichen Blätter umschlossen ihren weichen Körper und ließen ihn für immer verschwinden.

Dann brachen erneut die Visionen über Henrik herein: Eine grausamer als die Andere. Er sah seine Mutter nackt an eine Wand gekettet. Sie befand sich in seinem Folterkerker, den er, Meister des Leidens, speziell für sie errichtet hatte. Mit einer glühenden Eisenstange in der Hand kam er auf sie zu. Niemand würde den Schrei, den sie loslässt, hören, wenn das Eisen ihre Haut berührt. Er wollte die Schlampe leiden sehen, so lange, bis es aus war.

***

Es wurde Juni: nur noch 2 Wochen bis zu den Sommerferien.

Die Idee mit dem Ferienlager war zu diesem Zeitpunkt bereits endgültig vom Tisch und das Verhältnis zwischen Mutter und Kind verschlimmerte sich im Eiltempo. Das zwischen Kind und Pflanze gedieh dagegen prächtig.

In die Fallen im Garten tappten inzwischen nicht nur Mäuse, sondern auch Ratten und Eichhörnchen. Henrik jubelte: Je größer die Beute, desto schneller wächst das Blümchen.

Irgendwann, wenn es groß genug ist, findet er einen Weg, um Alex und Mustafa zum verlassenen Bauernhof zu locken. Und dann lernen sie sein Schätzchen kennen.

Seine Mutter nimmt er früher oder später auch mit dorthin. Sie wird schon sehen, was ihr Sohn für eine tolle Freundin hat. Ja, das wird sie. Aber bis dahin gehörte die Blume gut versorgt.

***

Während der ersten zwei Juliwochen mussten sich streunende Katzen vom katholischen Ortsfriedhof vor Henrik schwer in Acht nehmen.

Es waren siebzehn. Noch vor zwei Jahren zählte man nur sechs. Doch, weil die Anwohner so viel Mitleid mit den Tieren hatten und täglich Katzenfutter auf einem abgelegenen Friedhofsweg stehen ließen, vermehrten sich die Katzen auf eine rasante Weise. Mit der Zeit wurde sogar eine Webseite mit einem Spendenkonto eingerichtet, die vom Pfarrer der örtlichen katholischen Kirche persönlich verwaltet wurde. Aus dem gespendeten Geld bekamen die Friedhofskatzen ein durchaus präsentables Maisonette-Häuschen und der Pfarrer konnte sich endlich eine langersehnte Reise nach Thailand leisten.

***

Im schummrigen Licht eines schwülen Abends stand vor dem Katzenhäuschen ein magerer Junge. Er stellte einen Fressnapf mit Katzenfutter auf die Erde und tat dann ein paar Schritte zur Seite. An den Händen trug er gefütterte Wildlederhandschuhe seiner Mutter. Hinter ihm stand eine alte Kühlbox, deren Inneres vom Schimmelpilz befallen war.

Nach einigem Warten traute sich die erste Katze aus dem Häuschen. Vorsichtig schnupperte sie am Inhalt des Fressnapfs und drehte überheblich ihren Kopf weg: Die Friedhofskatzen waren schließlich Tiere mit Niveau und nur das Beste gewohnt. Ein Discounter-Futter konnte ihren edlen Ansprüchen nicht im Geringsten standhalten.

„Blödes Stück Scheiße!“, schimpfte der Junge.

Dann griff er in seine Hosentasche und holte eine angebrochene Packung Dörrfleisch hervor. Er ging in die Hocke und streckte seine behandschuhte rechte Hand mit der Lockspeise zwischen den Fingern aus. „Miez, miez, miez, Kätzchen, komm schnell her, du dreckiges Viech!“, rief er zart.

Die rot-weiß getigerte Samtpfote maß den Jungen mit argwöhnischen Blicken, konnte der Versuchung, das herrlich duftende Ding in seiner Hand zu kosten, jedoch nicht widerstehen. Sie näherte sich langsam und wirkte dabei herausfordernd und bettelnd zugleich. Sobald ihre Nase das Fleisch berührte, versuchte sie, es dem Jungen aus den Fingern zu reißen. Das Unterfangen schlug aber fehl und der Katze blieb nichts Anderes übrig, als dem Fremdling aus der Hand zu fressen.

Ein weiteres Stück folgte dem Ersten. Eine andere Katze kam aus dem Häuschen und gesellte sich zu ihrer Vorgängerin. Bald blieb in der Packung nur noch ein einziger Fleischstreifen über. In dieser Zeit gelang es dem Jungen, der ersten Katze mehrmals übers Fell zu streicheln. Das Tier fühlte sich allem Anschein nach etwas sicherer.

So unauffällig wie möglich zog der Junge die Kühlbox an sich heran und öffnete den Deckel. Das letzte Stück Fleisch kam zum Vorschein. Als die Katze Nummer Eins ihre Konkurrentin verdrängte und sich darauf stürzte, packte der Junge sie am Genick. Sein Griff war fest. Die Katze hing gleich darauf wehrlos in der Luft und miaute verängstigt.

Während der Junge sich abmühte, den Fang in die Box zu stecken, verrenkte das Tier seinen Körper auf eine unnatürliche Art und Weise in einem verzweifelten Versuch, sein Leben zu retten.

Trotz Handschuhe spürte der Junge die Katzenkrallen deutlich genug, um Schmerzen zu empfinden. Dies brachte ihn dennoch nicht aus dem Konzept – er hatte eine Aufgabe zu erledigen und das Vieh täte gut daran, zu gehorchen.

Letztendlich presste er die Katze mit einer Hand auf den Boden der Kühlbox, machte mit der Anderen den Deckel zu und sah sich um. Es war niemand da, keiner hat’s gesehen. Frau Fortuna stand an diesem Abend zweifellos an seiner Seite.

Mit einer Rolle Klebeband sicherte er das Gefängnis und eilte mit seiner Beute davon. Das Rütteln und Stoßen im Inneren der Kühlbox störte ihn nicht: Jetzt übernahm er die Kontrolle, bestimmte über Leben und Tod.

***

Henrik stach vorsichtshalber drei Ventilationslöcher in die Kühlbox, bevor er sie samt Handschuhen im Holzschuppen versteckte: Die Katze sollte schließlich lebendig an seine Blume verfüttert werden. Als er das Haus betrat, saß Daniela im Wohnzimmer vor dem Fernseher.

„Wo warst du so lange?“, fragte sie. „Zieh bitte die Schuhe im Flur aus.“

Henrik tat wie geheißen. „Ich war spazieren. Frische Luft schnappen.“

„Mir gefällt nicht, dass du ständig alleine unterwegs bist.“

„Pech gehabt.“

Daniela drückte den Mute-Knopf und stand auf.

„Tante Sabine hat ihr Baby bekommen“, sagte sie. „Am 10. August möchte sie uns für ein paar Tage besuchen kommen. Deine Cousine Merle kommt auch mit, ihr werdet das Kinderzimmer teilen müssen. Ich hoffe sehr, dass es dir guttut, in ihrer Gesellschaft zu sein.“

Sie fasste ihren Sohn beim Kinn und schaute ihm lange in die Augen. „Du magst Merle doch, oder?“

In der Tat mochte Henrik seine Cousine gern. Besonders gern sogar. Sie war zwei Jahre älter als er und von einer vollkommenen Schönheit. Er wünschte sich stets, sie würde irgendwo in der Nähe wohnen, so dass sie öfter zusammenspielen könnten. Aber jetzt, wo sie ein echtes Geschwisterchen bekam, würde sie ihn wahrscheinlich nicht mehr beachten.

Henrik stieß die Hand seiner Mutter weg. „Soll sie doch in deinem Zimmer schlafen!“, sagte er. „Warum zwingst du mir immer etwas auf?“

„Geh‘ nach oben, Henrik“, antwortete Daniela. Ihre Augen glänzten feucht. „Geh‘ und lass‘ dich für den Rest des Abends nicht mehr blicken.“

Es fing an zu regnen.

***

In dieser Nacht stürmte es draußen ordentlich. Das Heulen des Windes und Donnergrollen übertönten rücksichtsvoll die schrecklichen Geräusche, die aus dem Holzschuppen kamen. Irgendwann flauten sie aber doch noch ab. Im Morgengrauen verzog sich das Unwetter weiter nach Osten und der neue Wind brachte von den Feldern einen belebenden Gülle-Duft mit sich.

Henrik nutzte den tiefen Schlaf, den Daniela zu dieser Stunde noch genoss, zu seinen Gunsten aus: Ohne die Zähne zu putzen oder Haare zu kämmen, lief er zu seinem Versteck, schnappte die Kühlbox und schlenderte dann bereits um kurz vor sechs den verlassenen Landwirtschaftsweg entlang.

Die Katze machte währenddessen keinerlei Anstalten, sich zu regen oder ein anderes Lebenszeichen von sich zu geben. Besorgt stellte Henrik das mobile Gefängnis ins nasse Gras. Von einem Haselnussbaum riss er einen dünnen, langen Zweig ab und führte ihn in eins der Luftlöcher ein. Damit stocherte er eine Weile auf etwas Weichem herum: Das Tier reagierte nicht. „Das Dreckstück ist krepiert“, schoss es dem Jungen plötzlich durch den Kopf. „Das verdammte Mistvieh ist hinüber!“

Panisch fing er an, das Klebeband Umdrehung für Umdrehung abzuwickeln. Die Schichten schienen endlos zu sein. Schließlich öffnete er den Deckel: Die Katze lag regungslos mit halb geschlossenen Augen auf dem mit Schimmel und Kot versifften Boden der Kühlbox, ihr Bauch hob und senkte sich dabei kaum merklich aber regelmäßig. „Du darfst jetzt noch nicht sterben, hörst du?“, redete Henrik auf sie ein.  „Gleich, ja, gleich kannst du es. In ein paar Minuten. Also, halte gefälligst durch!“

Er packte das Tier erneut am Nacken und schleppte es auf diese Weise zum nördlichen Hinterhof. Die Blume schien auf ihn zu warten. Sobald der Junge am Zaun auftauchte, öffnete sie wie auf Kommando ihre purpurschwarzen Blütenblätter. Mittlerweile war sie genauso groß wie Henrik selbst und roch bestialisch.

Sobald die Katze den Gestank witterte, fing sie an, mit letzter Kraft zu fauchen und zu zittern. Dünnflüssiger Katzenstuhl ergoss sich dabei auf Henriks Mokassins. Wie hypnotisiert starrte der Junge in den Schlund der Pflanze, der inzwischen breit genug war, um die ihr gebrachte Opfergabe komplett aufzunehmen.

Als die Hinterpfoten der Katze mit der Blume in Berührung kamen, erstarrte das Tier. Henrik nahm nur ein schwaches, aber schnelles Herzklopfen unter ihrer Haut wahr, das sich wie das dumpfe Pochen eines Technobeats anfühlte. Er schob das Tier in das stachelige Innere der Blume, die augenblicklich ihre Blütenblätter darum verschloss. Es dauerte eine kurze Weile, bis der Blumenstiel, dessen Umfang jetzt dem von Henriks Oberschenkel gleichkam, sich aufblähte und an einer Stelle die vagen Umrisse der Katze zur Schau stellte.

Der Junge musste an eine TV-Sendung über Riesenschlangen denken, die er vor einiger Zeit gesehen hatte. Darin zeigte man, wie eine Anakonda ein ausgewachsenes Wasserschwein im Ganzen verschlang. Der Durchmesser ihres Körpers dehnte sich dabei um das Fünffache aus. Den Vergleich fand Henrik urkomisch. Ein irres Gelächter durchzuckte seine Glieder und dann überkam ihn die Wonne.

…Fortsetzung folgt…

 

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