Quellen der Inspiration und wo sie zu finden sind

Das Einhauchen durch einen göttlichen Wind

Quellen der Inspiration und wo sie zu finden sind

 

Wir Autoren suchen alle nach ihnen, weil sie die Grundlage unseres Tuns ausmachen. Manchmal liegen sie direkt vor uns – in aller Pracht wie (Kitschklischeemodus an!) die Morgenröte, die zart über den Bergen aufzieht (Kitschklischeemodus aus!), und manchmal befinden sie sich im Verborgenen, dort, wo nur ein geschärfter Blick sie aufspüren und sich zunutze machen kann.

Meine Inspirationen hole ich aus verschiedensten Ecken. Wie zum Beispiel – ein Klassiker – aus den Werken anderer Autoren. Denn ein einziger Satz oder ein kurzer Dialog sind bereits in der Lage, mich auf einen neuen Gedankenpfad zu führen, der seinerseits meine Charaktere zu unerwarteten und spannenden Handlungen bewegt. Und damit meine ich nicht, man solle die Ideen anderer eins zu eins abpausen und in seine Geschichte einfügen. Hier ist die laterale Denkmethode angesagt – einfach quer durch den Dschungel, per aspera ad astra!

Musik, Malerei und Filme eignen sich auch prima als Inspirationsquellen. Sie sind Emotionswecker.

Stell dir vor, du wärst tieftraurig und die ganze Welt schiene aus nichts außer Leid zu bestehen. Lege nun eine CD mit Musik, die deinen Gefühlszustand widerspiegelt, ein. Horche tief in dich hinein. Was fühlst du jetzt? Fühlst du dich verstanden, weil es jemanden gibt, der genauso empfindet wie du? Weinst du? Verspürst du eine Erleichterung? Oder hat sich dein Kummer dadurch nur vervielfacht? Ergeht es deinem Protagonisten/Antagonisten/Nebendarsteller ähnlich?

Suchst du nach der Lösung für eine nicht gelingen wollende Szene? Dann schau dir einen Film an, dessen Thematik du als passend ansiehst. Achte dabei auf Mimik, Gestik und Ambiente. Vielleicht fischst du das Richtige heraus. Aber Vorsicht! Nicht kopieren – querdenken!

Seit ich angefangen habe, zu schreiben, achte ich vermehrt darauf, was Menschen mir erzählen. Es lohnt sich, seinem Gegenüber aufmerksam zuzuhören, denn in auf den ersten Blick alltäglichen Geschichten steckt mehr drin, als man denkt. Dort liegen verborgene Schätze: Ideen, Lösungen, Handlungstwists, Emotionen, die alle nur darauf warten, von dir ausgegraben und verwendet zu werden. Alltag und Gespräche sind die besten Inspirationsquellen, die man sich ausmalen kann! Sie sind immer da und reichlich vorhanden, man muss sie nur anders wahrnehmen – das Unbekannte im Wohlvertrauten entdecken.

Man sollte nie seine Träume unterschätzen. Durch ihre häufig wirre Struktur eignen sie sich zumeist nicht als Story-Vorlagen, dafür aber sehr wohl für einzelne Szenen. Vor allem dann, wenn vom Autor ein surrealer Touch erzielt wird. Also träum‘ was Schönes und verwende es, verdammt noch mal!

Und noch etwas, was für mich persönlich obligatorisch ist. Am obligatorischsten, wenn man so will. Ich lasse die Finger von Schreibratgebern, Creative-Writing-Kursen und so weiter. Das Ratgeberwissen mag anfänglich hilfreich sein, spamt aber mit der Zeit sämtliche Gedankenprozesse voll.  Inspiration bedeutet Einhauchen. Alles, was ein Autor dafür benötigt, umgibt ihn oder befindet sich in ihm. Es ist ein einfaches Schema: Kopf frei, Intuition an – es ist alles, was du brauchst.

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